Sister Paulina

Ein Rätsel wird gelöst

Letztes Wochenende wurde bei der Kirche in Musiso ein Kongress für Frauen zum Sankt Annas Tag gehalten. Es wurden mehr als 1000 Teilnehmende erwartet. Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren und die ersten Teilnehmer trafen bereits am Donnerstag ein. Auch der Techniker musste auf Platz um das Licht im Grotto für die Abendmesse zu optimieren. Wie alles immer auf den letzten Drücker. Als wir dann soweit waren, kam noch etwas weiteres. Na klar, wenn wir schon mal da sind helfen wir gerne aus. Die Hostienpresse war defekt, und Sister Paulinas Hostienvorrat war aufgebraucht.

Bis anhin hielt ich die Herstellung der Hostie immer für etwas geheimnisvolles. Hergestellt in einem mystischen Raum nach einem speziellen Ritual, das nur ausgewählten Personen zugänglich ist.

Nichts von all dem. Die Hostienpresse, dem Prinzip eines Waffeleisens ähnlich, stand verlassen in einer Garage abseits der Mission. Sie besteht aus zwei Platten, die durch Hebelwirkung zusammengeführt wird . Auf dem oberen Hostieneisen sind Schmuckdarstellungen für mehrere Hostien eingraviert, die durch Druck auf den Teig übertragen werden. Im schummrigen Licht braute die Küchenfrau der Mission das Wasser-Mehl Gemisch zu einem pfannkuchenähnlichen Teig. Ein halber Suppenlöffel voll in die Mitte des unteren Backeisen und los gings. Unter lauten Zischen entwich Wasserdampf. Das Resultat war aber nicht überzeugend. Was eine Hostienplatte werden sollte sah mehr nach „Prawn Cracker“aus, die man beim Chinesen bekommt. Das sieht optisch nicht schön aus und geht ziemlich schlecht zum Ausstechen.

Kurz gesagt, die Oberhitze des Backeisen fehlte. Wir reparierten die Sache und die Produktion konnte beginnen. Jetzt fielen die Hostienplatten schön von dem Backeisen. Der Trick, dass sie nicht kleben blieben war nicht etwa das Öl, sondern Kerzenwachs. Das war wahrscheinlich das grösste Geheimnis der Herstellung.

Die abgekühlten Hostienplatten wurden dann gestanzt. Die grossen von Hand und die kleinen mit einem Halbautomat. Die Stanzresten landeten im Maul der Sister, und alle die mal probieren wollten, wie Bram.

Anna mit Freundin Memo

Wir feiern gemeinsam Geburtstag

Die Geburtstagfeier von Anna planten wir mit ein paar Kindern aus der Nachbarschaft und der Schule.

Am Morgen der Party stellte sich heraus, dass noch zwei weitere Kinder bald Geburtstag haben, und ihre Eltern schlugen vor, das Fest gemeinsam zu feiern. Gesagt getan. Statt deren acht eingeladenen Kinder standen dann über 20 vor der Türe. Zehn Erwachsene kamen dann auch noch dazu.

Unser ursprünglicher Plan war, Geburtstagstorte mit anschliessenden Spielen. So kennen wir die Kindergeburtstage aus der Schweiz. Hier in Musiso war erst mal Essen angesagt, denn mit leerem Magen lässt sich schlecht feiern. Unsere erwachsenen Gäste schleppten bei ihrer Ankunft tonnenweise Essen her. Es gab Reis, Sadza (Maisbrei), Chicken, Kohlsalat und Sauce. Die Grillade (Brai) wurden dann später nach geliefert. Unser Fruchtsalat stand ziemlich verloren dazwischen.

Nach dem Essen wurden wir nach Musik gefragt. Klar, Musik gehört zu einer Geburtstagsparty. Wir stellten unseren PC mit der kleinen Aktivboxe auf. Mit der Lautstärke waren die Gästen nicht zu frieden, obwohl unser System auf voller Stufe lief. Es verging keine Minute schon wurde aus der Nachbarschaft ein Stereo Anlage aufgestellt. Riesige Boxen zierten unsere kleine Veranda. Jetzt ging erst richtig die Post ab. Gross und Klein standen auf dem Tanzboden und bewegten sich zu afrikanischem Rhythmus. Zwischendurch konnten wir dann doch noch die Kinder für ein paar Spiele motivieren. Dann aber war wieder Essen angesagt. Es ging weiter mit Torte, Chips, Popcorn, Bonbons und Guetsli. Was für ein Glückstag, wir hatten den ganzen Tag Strom und es wurde wieder getanzt bis zur Dämmerung. Zum Schluss gab es für die Kinder noch Ballone, von denen wir zum Glück genug hatten.

So schnell wie das Fest aufgebaut war, wurde dann auch alles wieder zusammen aufgeräumt. Vollgegessen, durchgetanzt und glücklich mit den Ballonen, gingen alle wieder zufrieden nach Hause. Dass die anderen Eltern auf unserer Veranda die Party schmissen, war für niemanden ein Problem, im Gegenteil alle waren zufrieden. Auch Anna sagte: “Genau so habe sie sich ihr Geburtstagsfest vorgestellt!“ Uns hat es auch gefallen, und wir wissen jetzt was beim nächsten Geburtstag von uns erwartet wird.

Unser zweiter Winter

In Musiso werden die Tage immer kälter. Es ist Winterzeit. Auf dem Weg zur Schule ziehen die Kinder an unserem Haus vorbei. Sie tragen wollene Mützen mit Handschuhen und Schal. Bram schafft es aber immer noch mit kurzer Hose in den Kindergarten zu gehen. Trotz der morgendlichen Sonne steigt das Thermometer nicht über 14°C. Gegen Mittag wärmen sich die Menschen an der Sonne wieder auf. Es ist dann angenehm warm, fast wie im Frühsommer Europas. Erstaunlich, dass wir uns nach einem Jahr schon an das Klima angepasst haben. Wollene Mützen tragen wir dennoch nicht. Dafür braucht es vielleicht noch eine weitere Saisons in Simbabwe.

Winterzeit ist auch Gartenzeit. Dieses Jahr haben wir den Zeitpunkt getroffen und konnten bereits einiges aus unserem Garten ernten. Als erstes kamen Auberginen und „Goosberries“. Die Zucchini, Gurken und Lauch wollten nicht so recht. Dafür klappt es besser mit Salat, Bohnen, Randen und  Radiesli. Vielleicht könne wir auch Bananen ernten  bevor unser Vertrag im nächsten Jahr endet.

Es macht nicht nur Freude das Gemüse wachsen zu sehen, es gibt auch eine Abwechslung in die Küche. Die Blumen blühen auch immer wieder, welche uns das Herz im Simbabwischen Winter erwärmt.

Ende der Jogger Saison?

Jahreszeitlich befinden wir uns am Ende der sommerlichen Regenzeit. Hier in Musiso, im „Low Land“ von Simbabwe steigen die Temperaturen während des Tages gerne mal gegen die 36 Grad. Jetzt ist es oft auch noch schwül dazu.

Zusammen mit unseren Expat-Kollegen vom Spital gingen wir öfters durch den Busch joggen. Am Anfang fiel es mir schwer die Route quer durch die Dornen büsche zu finden. Auch stellte ich mir im Beginn jemals vor wilde Tiere anzutreffen. Weder Löwen noch andere wilden Tiere gibt es hier, diese findet man nur noch in den Wildparks. Antreffen kann man, sofern man Glück hat nur Schlangen und Skorpione. Die sind uns jedoch bis anhin fern blieben. Kühe versperren uns ab und zu den Weg, das uns dann jedoch wieder eine kleine Verschnaufpause erlaubte.

Jetzt während der Regenzeit, wo es drückend und heiss ist, verschieben wir das Joggen auf die abendliche Kühle von 30 Grad. Die Jahreszeit bietet aber mit ihrem saftigen Grün ihre schöne Seite. Eine Alternative bei angehmer Temperatur würde sich am frühen Morgen bieten.

Somit ist die Jogging Season noch nicht ganz zu Ende.

Erster Schultag

Für viele Kinder begann ihr erster Schultag. Die Aufregung begann natürlich schon im Voraus. Endlich war es soweit. Am letzten Dienstag versammelten sich all die Schüler auf dem Vorplatz und wurden den neuen Lehrern zugeteilt.

Viele Kinder, welche Eltern das Schulgeld nicht bezahlen konnten wurden nicht eingeschult und müssen auf das nächste Semester warten. Ob dann das nötige Geld zur Verfügung steht ist unklar.

Anna freute sich ganz gross darauf, endlich Schreiben und Lesen zu lernen. Stolz kam sie dann auch schon mit ihrem Arbeitsheft nach Hause und machte ihre Hausaufgaben ganz fleissig. Sie ist stolz eine Schülerin zu sein. An den grossen Rummel an der Schule ist sie sich jedoch immer noch nicht ganz gewohnt. Wir hoffen, dass sie sich damit irgend wann anfreundet. Es wird aber von Tag zu Tag besser. Ein Vorteil ist, dass bei der Einteilung darauf geachtet wurde, dass Nachbarn und Freunde in ihrer Klasse sind. Sie läuft dann mit ihren Kollegen zurück nach Hause.

Bram geht weiterhin in den Kindergarten. Er weiss sich gegen den Rummel zu wehren und geniesst das freie Spielen. Er findet auch ganz gut den Heimweg. Jetzt in der Regenzeit laufen die Kinder nicht mehr durchs hohen Gras, wegen der Schlangen. Die Abkürzung kam ihnen währen der Trockenzeit entgegen. Auf dem Hauptweg finden die Kinder jedoch auch immer wieder eine Ablenkung um spät zum Mittagessen zu kommen.

Regenzeit-Sähzeit

Mitte November hat endlich die lang ersehnte Regen eingesetzt. Er hat sich mit ein sehr heftiges Gewitter angekündigt. Innerhalb Minuten hat sich alles überflutet, waren die Strasse aus gewaschen, und die immer leeren Bäche zu einem wilden Strom geworden. Jede freute sich riesig auf diese erfrischenden Regen. Es bedeutet aber auch vor alle viel Arbeit weil jetzt mit dem Ansähen von den Feldern begonnen werden muss will mann nächstes Jahr etwas zu essen habe.

Schwere körperliche Arbeit ist angesagt. Da braucht es minimum drei Leute um ein Feld zu verarbeiten. Der Kompost wird mit Schubkarren auf das Feld gefahren und dann mit der Hand verteilt, dann die 4 Kühen oder 6 Esel vor den Pflug gespannt, die Furchen gezogen, Länge für Länge und nochmals eine Länge, dann angesäht und die Furchen wieder mit dem Pflüge geschlossen. Familie die kein Kühen oder Esel habe machen einfach alles mit dem Hand. Und dann gibt es noch Familie die nicht mal Geld habe für die Saatgut und die deswegen bestimmt nächstes Jahr nicht viel zu essen habe werden.

Die meisten Familie habe so 2 Hektar Land zu bearbeiten. Angesäht wird Mais, Kürbis, Süsse Kartoffeln, Erdnüsse, „rondnuts“ und je nach dem Reis.

Es gibt aber viele Witwe wovon die Kinder nach die Städte gezogen sein zum irgend etwas zu arbeiten und sie alleine für die Feldarbeit stehen.

Weil ich, Willemijn, immer noch auf meine Arbeitspapiere warten habe ich einer Kollegin auf dem Land geholfen beim Pflüge und ansähen (ich glaube für das braucht es kein Arbeitsbewilligung :-). Eigentlich ein schöne Arbeit wenn mann es machen kann wenn mann lust hat und nicht weil wir unbedingt müssen weil wir sonst nächstes Jahr nichts zu essen haben werden. Ich kann mich nachher ausruhen, aber wenn die Leute um etwa 9.00- 10.00 Uhr mit dem Feldarbeiten fertig sind (es wird etwa um 5.00 Uhr angefangen) fangt für sie die Alltag erst an.

Belohnt werden ich immer mit sacken voller Mangos.

Auch die Angestellten vom Spital sähen in Ihre Garten an so das sie das Geld was sie verdienen nicht am essen ausgeben müssen. Auch wir habe in unsere Garten angesät (diese mal mit dem Hand weil wir keine Kühe oder Esel habe). Nicht weil wir nicht genug verdienen das wir uns kein essen kaufen können aber das wir dann später das essen teilen können mit Leute die es brauchen.

Bram hat inzwischen sein neue Traumjob gefunden. Er wird jetzt „Farmer“ in Zimbabwe zusammen mit seinem besten Freund. Er wird dann viel Geld verdienen so dass er sich einen Traktor kaufen kann. Damit er hier allen Leuten auf den Felder beim Pflüge helfen kann.

Schlagartig hat sich die Natur jetzt auch in saftige grüne Landschaft umgewandert. Für uns kaum zu glauben weil es bis jetzt sehr trocken und braun war. Wir freue uns jetzt sehr über diese grüne Weihnachten.

Hiermit wünsche wir euch alle frohe Weihnachten und viel Gelassenheit für 2015

Improvisationen

Das Arbeiten hier in Spital besteht meist aus Improvisationen. Da es an Material, Werkzeug und Ersatzteilen fehlt.

Wenn ein Gerät zur Reparatur in die Werkstatt kommt möchte man am liebsten in ein Regal greifen und das entsprechende Ersatzteil herauszunehmen. Hier gibt es weder passendes Werkzeug noch Regale mit Material und Ersatzteilen. So wurden die Geräte jeweils mit sehr viel Erfindergeist repariert. Die Reparaturen funktionierten meist, waren aber ein Gebastel und vor allem sehr gefährlich. Trotz weniger Material gibt es sichere Lösung als zuvor.

Ich gehe also ins „Down Town“. So wird unser Gebäude genannt, wo alle ausrangierten Geräte liegen. Es ist eine Fundgrube für mich. Meist werde ich auch fündig und stosse auch auf das eine oder ander, das ich gleich noch für was anderes gebrauchen kann. Mit schweissen, löten und kleben und einer Portion Glück ergibt sich dann meist eine funktionierende und sicher Lösung.

So geht es Tag für Tag und ab und zu vergeht einem dabei auch die Laune. Da heisst es einfach lächeln und nicht aufregen, dann kommt alles wieder gut.

So verloren ist die Sache aber auch wieder nicht. Mittlerweile kann ich auf ein Netzwerk von Speziallisten zurückgreifen, die mir vor allem bei der Besorgung von Ersatzteilen helfen. Vielen Dank.

„Scotch-Cars“

Zu Hause wollte Bram immer einmal Traktor fahren. Diesen Wunsch erfüllte ihm Thomas. Hier in Simbabwe gibt es nicht so viele Traktoren. Daher schaute sich Bram nach Alternativen um. Hier gibt es sogenannte „Scotch-Cars“. Das sind Eselkarren, die Güter hin und her fugen. Das günstigste Transportmittel überhaupt aber auch eines der gefährlichsten. Die meisten Unfälle auf der Strasse passieren mit diesen Eselkarren, da sie nicht beleuchtet sind und meist auch in der Dunkelheit unterwegs sind. Auch scheren die Karren mit den störrischen Eseln immer wieder mal aus, vor allem Richtung Strassenmitte.

Nichts desto trotz hat sich Bram eine Fahrt auf einer dieser Karren gewünscht. Der Zufall will es, dass der Mann unserer Haushaltshilfe stolzer Besitzer eines der Karren und deren Vier Esel ist. Heute war der Tag gekommen wo die Kinder mit einer seiner Fuhren mitfahren durften. Extra dafür haben wir für Bram eine Peitsche gebastelt, welche er bei den störrische Eseln gebrauch machte.

So eine Fuhr ist nicht ganz einfach. Erst Esel einsammeln, einspannen und los gehts mit den ersten Peitschenhieben. Beim Kunden angekommen wird aufgeladen. Ich dachte nicht, dass wir die acht Wellbleche, zwei Fensterrahmen, zwei Türrahmen und 100kg Zement auf die kleine Ladefläche bringen. Nicht zu vergessen die beiden Kinder und der stolze Fuhrmann. No Problem, alles hat seinen Platz.

Auf der Fahrt ging alles gut, die Ladung hielt und die Esel folgten den Peitschenhieben. Eindrücklich war aber, dass wir immer wieder von Leuten ausgelacht wurden. Auch hat der Scotch-Car überhaupt keine Rechte, er muss von allen weichen. Es ist halt ein Transportmittel der Armen, von denen es hier viele gibt.

Zufrieden gingen die Kinder heute ins Bett und träumen wahrscheinlich noch weiter von ihrem heutigen Abenteuer.

Camping im Gonarezouh Nationalpark

„Gonarezouh ist der zweitgrösste Nationalpark des Landes und eine seiner wildesten Regionen. Der Park wird nur wenig besucht, ist äusserst weitläufig und voller Sandpisten für Allrad- und Wildnisfreaks.“ So lautet der Beschrieb unseres Reiseführers.

Wir sind weder Wildnisfreaks noch Allradspezialisten. Trotzdem getrauen wir uns für ein verlängertes Wochenende in diese interessante Gegend im Süden des Landes um uns vom Alltag in Musiso etwas zu erholen.  Wir packten das Auto voll mit allem was es so braucht für ein Outdoorerlebnis. Auch setzte ich mich mit dem Auto tiefer auseinander, füllte sämtliche Ölstände nach und machte mich mit dem 4-Weel Drive vertraut. Mit doppelter Benzinreserve düsen wir Richtung Süden los. Nach zwei Stunden standen wir am Eingang des Parkes bei den Chipinda Pools. Die Reservierung, die über das Harare Office im Voraus getätigt werden musste, drang nicht bis in den Süden. Trotzdem bekamen wir unseren Zeltplatz zugeteilt und wir stellten noch rechtzeitig vor Dunkelheit unsere Zelte auf. Die im Reiseführer beschriebenen desolaten Sanitäreinrichtungen waren Geschichte. Wir durften ganz luxuriös eine heisse Dusche nehmen, das wir bei uns zu Hause schon seit zwei Wochen nicht mehr hatten. Neben dem Zeltplatz gabe es auch gemütliche Stellplätze von wo aus wir die Hippos an der erfrischenden Ufervegetation beobachten konnten. Das laute Hippo-Gelächter, welche an den Felsen widerhallte, begleitete uns die ganze Nacht hindurch.

In den nächsten Tagen erkundeten wir die Region entlang der Hauptpiste bis zu den Chilojo-Camps. Im Hintergrund türmten sich die gleichnamigen Cliffs. Mit unserm Fahrzeug durchquerten wir den Fluss über eine steinige Furt, am anderen Flussufer begann dann aber erst das richtige Abenteuer. Mit der 4WD und der Untersetzung gings im Schritttempo über die 200 Meter lange Sandbank bis hoch aufs gegenüberliegende Ufer. Wir gelangten regelrecht in eine Bilderbuchlandschaft am Südufer des Runde Rivers. Weiter gings über die Nebenstrecke auf der sandigen Piste hoch bis auf die Cliffs von wo aus wir einen atemberaubenden Ausblick auf das sandige Flussbett und die dahinter gelegene Runde Region hatten.

Jede weitere Nacht gewöhnten wir uns immer mehr an die Geräusche und nächtlichen Besuche der Wildtieren, wie z. Bsp. Hyänen, Kudus und Paviane, welche wir mit einem Campfire fern halten konnten.

Raubtiere konnten wir leider keine beobachten, wir werden jedoch wieder kommen und freuen uns auf ein nächstes Abenteuer mit Zelt im Park.

Der alte Herd von der Küche…

… braucht  einen Service. Die Küche kocht meist mit Dampf, der aus dem Dampfkessel vom Boiler her kommt. Gerne kocht die Mannschaft aber auch elektrisch. Wir wurden dringend gerufen, das Gerät zu reparieren. Nach genauerem Fragen, stellte sich heraus, dass er schon seit einiger Zeit nicht mehr funktioniert.

Ja, es gibt bestimmt andere Dinge im Spital, die auch dringend nach Unterhalt rufen. Andere Abteilungen wie die Wäscherei oder eben die Küche wollen aber auch ernst genommen werden. Daher widmen wir uns im Moment diesem Herd.

Dass der Herd nicht richtig gereinigt wurde, war die Ursache des Verderbens. Essensreste bildeten die Grundlage für Kakerlaken und Ratten wurden durch die Kakerlaken angezogen. Zwischen den niedlichen Dingern, welche die Ratten frassen, gab es noch einen Happen Isolation. Die ganze Isolation war angefressen. Ein Kurzschluss gab dem Herd den Rest. Das 100kg Ding haben wir gleich in unserem Werkstatt genommen um die Verdrahtung komplett zu ersetzen. Die Ersatzteilbeschaffung gleicht einem Marathon. Auch mussten wir den Herd erst mal einer Reinigung unterziehen, denn es „gruslät mi“  zusammen mit den Kakerlaken den Herd zu reparieren.

Momentan sieht der Herd super aus und hoffe die Küchenmannschaft wird auch ihre Freude daran haben.